
Wir sind dabei: 18. Deutscher Kinder- und Jugendhilfetag in Leipzig
Vom 13. bis 15. Mai 2025 ist die Delmenhorster-Jugendhilfe-Stiftung als Ausstellerin auf dem 18. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag in Leipzig vertreten – dem größten Fachkongress und der zentralen Plattform für den Austausch in der Kinder- und Jugendhilfe.
Unter dem Motto „Demokratie durch Teilhabe verwirklichen“ präsentieren wir unser Engagement, unsere Projekte und unsere Haltung zu aktuellen fachlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen. Neben unserer Präsenz vor Ort möchten wir allen Interessierten auch digital einen Einblick geben: Hier finden Sie zentrale Materialien, Statements und weiterführende Informationen rund um unseren Messeauftritt.
Wir laden Sie herzlich ein, sich hier umzuschauen und mit uns in den Austausch zu kommen – für eine starke Kinder- und Jugendhilfe von morgen.
Delmenhorster-Jugendhilfe-Stiftung im Überblick
Mehr Infos über den Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag
in Leipzig
Für wen ist der DJHT?
- Fachkräfte aus allen anderen Handlungsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe und Schnittstellen zu Schule, Gesundheit und weiteren Bereichen
- Leitungspersonen, Fachberatung, Koordinierungsstellen
- (Fach-)Politik und Verwaltung
- Ehrenamtliche und Hauptamtliche
- junge Menschen und ihre Familien
Fachmesse
Rund 400 Aussteller*innen präsentieren sich an 300 Ständen auf 20.000 m2. Messestände von Trägern mit europäischer Ausrichtung finden Sie auf dem Marktplatz Europa. In den Messeforen auf drei Veranstaltungsflächen bieten Aussteller*innen Einblick in ihre Arbeit.
Fachkongress
Ein vielfältiges Programm mit rund 300 Veranstaltungen, die alle Handlungsfelder der Kinder- und Jugendhilfe abdecken: Freuen Sie sich auf viele verschiedene Themenschwerpunkte und spannende Inhalte – der Kongress setzt sowohl Impulse für die Praxis als auch für den wissenschaftlichen Austausch!
Programm
Impulsveranstaltungen, Pitch-Matathons, Meet & Greets und individuelle Beratungsangebote: Das Forum Berufseinstieg erwartet Sie mit einem vielfältigen und bunten Programm, das von zahlreichen Akteur*innen aus dem Berufsfeld mitgestaltet wird.

Geländeplan

Statements
Elisabete Janeiro Marques (sie/ihr)
GESCHÄFTSFÜHRUNG
Anke Oltrop (sie/ihr)
BEREICHSLEITUNG VOLLSTATIONÄRE HILFEN
Downloadbereich




Impressionen vom Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag in Leipzig









Reflexion
18. Deutscher Kinder- und Jugendhilfetag 2025
Der 18. Deutsche Kinder- und Jugendhilfetag 2025 hatte nicht nur das treffende Thema: „Weil es ums Ganze geht: Demokratie durch Teilhabe verwirklichen“, sondern auch die Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendhilfe – AGJ hat im Leitpapier sehr gut und differenziert die aktuellen Anforderungen an unser Arbeitsfeld formuliert. Das hat Hoffnung auf eine ernsthafte und nachhaltige Auseinandersetzung mit den drängenden Themen der Kinder- und Jugendhilfe sowie unserer Gesellschaft im Allgemeinen gemacht – zumal der Deutsche Kinder- und Jugendhilfetag der wichtigste Fachkongress in Deutschland und Europa ist.
Leider war von diesen wichtigen Aspekten in der Umsetzung kaum etwas wahrnehmbar. Eine vielfältige Repräsentanz verschiedener Lebenswelten und eine intersektionale Betrachtung und Sichtbarkeit unterschiedlicher Diskriminierungsformen haben völlig gefehlt. Sogar die vorgeschriebenen Beschreibungen der Stände in Englisch und Leichter Sprache waren kaum sichtbar – was in der Theorie noch bedacht wurde, wurde in der Praxis leider vernachlässigt.
Das ist ein bekanntes Muster: Selbst wenn eine Auseinandersetzung mit den Themen stattfindet, bleibt die Umsetzung oft oberflächlich und beschränkt sich auf das, was nicht zu unbequem ist. Eine ehrliche Reflexion der eigenen Privilegien, blinden Flecken und eine ernsthafte Bewusstseinsbildung erfolgen nur selten. Hier läuft die Kinder- und Jugendhilfe Gefahr, soziale Ungleichheit zu reproduzieren!
Auch auf Leitungsebenen wird die Bedeutung einer diversitätssensiblen Organisationsentwicklung noch nicht ausreichend erkannt. Die vielfältige Repräsentanz auf Leitungsebenen ist noch unzureichend, sodass echte diversitätssensible Organisationskulturen nur sehr langsam entstehen können.
All diese Aspekte sind jedoch dringend notwendig, um eine echte Teilhabegerechtigkeit zu verwirklichen. Postmigrantische Perspektiven, Inklusion und Armut wurden kaum berücksichtigt oder sichtbar gemacht, ebenso fehlt das Bewusstsein dafür, dass Diskriminierungsschutz gleichbedeutend mit Kinderschutz ist.
Wir können die Kinder- und Jugendhilfe nur zukunftsfähig und gerecht gestalten, wenn ein wirkliches Umdenken stattfindet und sich ein ernsthafter Bewusstseinswandel vollzieht.
Es ist jetzt nicht die Zeit, sich für einen gelungenen Fachtag auf die Schultern zu klopfen – und damit meine ich nicht nur die Organisator*innen, sondern alle Organisationen, die teilgenommen haben – es gibt noch viel zu tun!
Elisabete Marques (sie/ihr) Geschäftsführung
Delmenhorster-Jugendhilfe-Stiftung
